Corona-Krise: Auch beim ATSV Stadl-Paura glaubt man an einen Meisterschaftsstopp!

ATSV-Obmann Johann Stöttinger steht Rede und Antwort!

ATSV-Obmann Johann Stöttinger

Derzeit steht der Fußball in Österreich aufgrund der Corona-Virus-Krise komplett still. Nicht nur die Profi-Ligen haben ihren Meisterschaftsbetrieb auf Eis gelegt, auch im Amateur-Bereich ist der Ligabetrieb bis auf weiteres ausgesetzt. Selbstverständlich ist davon auch die Regionalliga Mitte betroffen. Wir sprachen mit Johann Stöttinger, Obmann beim ATSV Stadl-Paura über die derzeitige Lage, die finanziellen und sportlichen Konsequenzen der Krise, sowie über sinnvolle und notwendige Maßnahmen für den Club.

ATSV-Obmann Stöttinger plädiert für eine Unterbrechung des Spielbetriebs ohne Auf- und Absteiger

Für den ATSV Stadl-Paura ist die Liga-Unterbrechung besonders bitter. Nach einer völlig verkorksten Hinrunde wurden 18 Winterneuzugänge verpflichtet. Eduard Popa löste Milivoj Vujanovic als Cheftrainer ab und formte, aus über dreißig Testspielern, ein gut funktionierendes Kollektiv. Und tatsächlich trug dieser weitreichende Kaderumbruch gleich im ersten Spiel des Frühjahrs Früchte. Mit einem 3:2-Heimsieg gegen den DSC Deutschlandsberg, konnten die Stadlinger, die rote Laterne an den FC Wels abgeben.

ATSV-Obmann Stöttinger: “Ich glaube, dass im Frühjahr nicht mehr gespielt wird. In der Bundesliga sollte man einen Halbzeitmeister küren und die Europa League und Champions League-Plätze dementsprechend verteilen. In den unteren Ligen sollte es keine Auf- und Absteiger geben.  Für den Fall, dass die Liga beendet werden kann, absolvieren derzeit alle ATSV-Kicker ein Heimtrainingsprogramm.  Unsere Trainer haben regelmäßigen Kontakt mit den Spielern. Wir vertrauen ihnen, dass alle die Trainingsvorgaben erfüllen. Mir gefällt die unterschiedliche Handhabung der verschiedenen Ligen durch den Verband überhaupt nicht. Ich finde, es wurde unüberlegt gehandelt. Die Regionalliga pausiert bis nach Ostern, in der Bundesliga wurde der Spielplan anders geregelt. Man hätte eine einheitliche Regelung treffen müssen.“

“Würde mir wünschen, dass es eine klare Aussage vom Fußballverband gibt“

„Natürlich steht der ATSV völlig hinter den Beschlüssen der Regierung. Für die Gesundheit war es natürlich die richtige Entscheidung. Sie steht komplett im Vordergrund. Auch bei uns, wo vor kurzem ein südkoreanisches Unternehmen als Hauptsponsor einstieg, stehen vor allem noch viele finanzielle Fragezeichen im Raum. Speziell in Bezug auf die Aufwandsentschädigungen für die Spieler ist noch gar nichts geklärt. Solange nicht klar ist, ob weitertrainiert und gespielt werden kann, ist alles offen. Sobald wir genaueres wissen, werden wir uns mit den Spielern zusammensetzen.“

„Nach derzeitigem Stand hält uns der südkoreanische Hauptsponsor die Treue und steht zu unserem Verein.  Unser Sponsor ist ja selbst ein Betroffener, da er aus Südkorea kommt. Er weiß wovon wir sprechen, es ist aber auch viel schwieriger für ihn geworden.“

„Ich würde mir wünschen, dass es so schnell wie möglich eine klare Aussage vom Fußballverband gibt, ob fertig gespielt wird oder nicht. Das Schlimmste ist nicht zu wissen wie es weitergeht. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, dass die Amateur-Vereine finanzielle Unterstützungen in Form von Förderungen oder Ähnlichem erhalten.“

(Foto: Copyright by Rudi Knoll)

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