„DER ATSV STADL-PAURA BEDANKT SICH BEI EXTRAINER EDUARD POPA“

Nachdem der Vertrag mit Trainer Milivoj Vujanovic per 08. Jänner 2020 aufgelöst wurde, kam mit Eduard Popa der bisherige Co-Trainer des FAC zum ATSV Stadl-Paura. Gemeinsam mit dem Obmann und sportlichen Leiter Hans Stöttinger gelang es, eine konkurrenzfähige Regionalligamannschaft zusammenzustellen. Zum Zeitpunkt seiner Übernahme lag unsere Mannschaft, mit lediglich vier Punkten, auf dem letzten Platz in der Regionalliga Mitte. Edi, wie ihn seine Freunde nennen, bildete aus der neuformierten Mannschaft ein schlagkräftiges Kollektiv. Seine hervorragende Arbeit trug bereits mit dem 3:2-Heimsieg gegen den DSC Deutschlandsberg Früchte. Durch diesen Sieg konnten wir die rote Laterne an den FC Wels abgeben, was uns die Teilnahme am ÖFB UNIQA Cup sicherte. Leider kam dann „Covid 19“ dazwischen, die gerade erst begonnene Saison wurde abgebrochen. Es folgten dann einige Wochen, in denen weder trainiert noch gespielt werden konnte. Es war dies sowohl für Edi, als auch für unseren Verein eine schwierige Zeit.

Dann kam endlich die Erlaubnis der Bundesregierung, dass ab 01. Juli 2020 der normale Trainingsbetrieb, natürlich unter Einhaltung der Vorgaben, beginnen kann. Auch für den Start der Meisterschaft wurde grünes Licht gegeben. Beim ATSV wurde das Training sofort wiederaufgenommen. Der Beginn der Meisterschaft wurde per 14. August 2020 fixiert. Es gab im Mannschaftsgefüge wieder einige Änderungen, Edi gelang es jedoch innerhalb kürzester Zeit, eine schlagkräftige Mannschaft zu formieren. Ziel für die Saison 2020/21 war eine Teilnahme am ÖFB UNIQA Cup und ein Platz im Mittelfeld der Regionalliga Mitte.

Ex-Trainer Eduard (Edi) Popa mit Anweisungen während eines Spiels!

Wir starteten auch gut in die Meisterschaft, lachten nach dem 5:2-Heimsieg in der ersten Runde gegen die Jungen Wikinger aus Ried, sogar von der Tabellenspitze. In Runde zwei unterlagen wir auswärts dem Titelfavoriten St. Anna/A. mit 4:2. Dann folgte in der 1. Runde des ÖFB UNIQA Cup eine 7:1-Auswärtsniederlage gegen den fast Aufsteiger der letzten Saison, Austria Klagenfurt. In der dritten Meisterschaftsrunde remisierten wir im Derby gegen den FC Wels mit 2:2, in Runde vier besiegten wir mit einer ganz starken Leistung auswärts den FC Gleisdorf 09 mit 4:1. In der fünften Runde erspielten wir gegen USV Allerheiligen einen verdienten 3:2-Heimsieg. Nachdem sich herausstellte, dass vom südkoreanischen Sponsor derzeit keine Unterstützung zu erwarten ist, ging es mit der Leistung unserer Burschen abwärts. In den letzten sieben Runden konnten wir nur ein mageres Pünktchen auf der Habenseite verbuchen. Derzeit nehmen wir den dreizehnten Tabellenrang ein.

Trotz dieser widrigen Umstände versuchte Edi alles, um das Ruder doch noch herumzureißen. Es gelang ihm vorerst immer wieder, die bereits stark dezimierte Mannschaft zu motivieren. Bei den Trainings leistete er eine wirklich hervorragende Arbeit. Edi ist zwar noch ein junger Trainer, konnte seine Qualitäten jedoch immer wieder unter Beweis stellen. Es war wahrlich nicht leicht für ihn, die vielen unterschiedlichen Nationalitäten bei den Spielern unter einen Hut zu bringen. Geholfen hat ihm dabei sicherlich, dass er die englische Sprache perfekt beherrscht.

Ex-Trainer Eduard Popa in seinem Element!

Wir haben noch versucht, Edi von seinem Rücktritt abzuhalten, was uns jedoch leider nicht gelungen ist. Wir bedanken uns bei Edi für seine hervorragende Arbeit und wünschen ihm für seine zukünftige Trainertätigkeit alles Gute. Wir können ihm nur das beste Zeugnis ausstellen und sind der festen Überzeugung, dass er seinen Weg machen wird!

Hier noch einige Gründe, die mir Edi nach seinem Rücktritt zukommen ließ:

Vorerst möchte ich festhalten, dass Edi seine Trainertätigkeit bei uns nicht „hingeschmissen“ hat, wie in der Presse zu lesen war! Er hat sich seine Entscheidung nicht leichtgemacht!

Edi im O-Ton:

„Nach langem Überlegen kam ich zu dem Entschluss, meine Trainertätigkeit beim ATSV Stadl-Paura zu beenden! Wir hatten einen guten Start in diese Saison und hatten tolle Momente zusammen, aber leider traten die Probleme auf, die wir alle kennen. Von diesem Moment an litten auch unsere Ergebnisse. Wenn diese Probleme nicht existieren würden, wäre ich überzeugt, dass wir von oben lächeln und alle hoch motiviert wären. Wie das Sprichwort sagt: Alles beginnt im Kopf! Trotz aller Schwierigkeiten war ich bis zuletzt von unserer Qualität überzeugt, jedoch hat mir die Realität gezeigt, dass es in der jetzigen Situation nicht möglich ist, gute Ergebnisse zu liefern. Darüber hinaus waren auch noch andere Faktoren ausschlaggebend: durch den Unfall unseres Physiotherapeuten war die medizinische Betreuung nicht mehr gegeben und vor allem die finanzielle Unsicherheit. Schlussendlich bin ich es, der für die Ergebnisse verantwortlich ist! Da ich die aufgezählten Faktoren nicht beeinflussen kann, habe ich mich zu diesem Schritt entschieden.“

„Ich bedanke mich bei allen für die gute Zusammenarbeit und die Treue zu mir. In dieser Zeit habe ich viele nette Leute und Freunde gefunden! Ich schaue auf jeden Fall auf meine Tätigkeit in Stadl-Paura überaus positiv zurück, möchte die Zeit als Trainer beim ATSV auf keinen Fall vermissen! Ich wünsche den Spielern eine verletzungsfreie, erfolgreiche Karriere und vor allem viel Gesundheit!“

Lieber Edi! Ich persönlich bedanke mich für die hervorragende und interessante Zusammenarbeit, ich habe dich in unserer gemeinsamen Zeit schätzen gelernt! Auch von mir für deine Zukunft alles erdenklich Gute, du wirst deinen Weg als erfolgreicher Trainer ganz sicher machen! (Rudi Knoll)

Stadl-Paura, am 29. Oktober 2020

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